Mumbai Mehndi

Urban vagrants

Stadtstreicher

In dieser extrem konsum- und leistungsorientierten Welt gibt es nicht für jeden Platz.

Für Menschen die ein anderes Tempo haben, sich nicht so leicht anpassen können, ist es schwer sich zurecht zu finden. Einige trotzen dem System und gehen ihren eigenen Weg.

Es gibt viele Alkoholiker, Junkies und andere Obdachlose, denen es einfach “passiert” ist, auf der Strasse zu landen. Und dann gibt es eine Handvoll Stadt- und Landstreicher, die den Weg bewusst gewählt haben.
Vielleicht nicht immer direkt das Leben auf der Strasse, aber immer ein Leben außerhalb unseres Systems.

Sie brauchen nichts, sie haben nichts und sie wollen auch nichts.

Manchmal habe ich das Gefühl in Momos Welt zu leben und die Grauen Männer stehlen die Zeit…

Die Stadtstreicher lassen sich nicht darauf ein. Dafür bewundere ich sie.
In dieser Serie geht es um Menschlichkeit und Anonymität.
Ihre Schlafplätze sind anonym wie ihr Leben.

Urban vagrants

This consum- and efficiency orientated world does not offer a proper place for everybody.

Some people, who live with a different speed, who don’t adapt easily, have difficulties to find their way. Some defy the system and cut their own path.

Many urban vagrants are alcoholics, junkies and other homeless people, who accidentally ended up living on the streets. And then there is also a smaller group of urban vagrants, who consciously choose this way of living. Not necessarily the live on the street but always a live outside the system.

They don’t need anything, don’t own anything and don’t ask for anything.

Sometimes I feel like living in Momo’s world with grey men steeling our time…

The urban don’t want to be part of this game and I admire them for this.

The subject of this series is humanity and anonymity.
Their sleeping place is just as anonymous as their life.

Kolkata Calling

Kolkata Calling
Porträt einer Stadt

Die unfassbare Intensität des Absurden in Bilder zu verpacken— diese Stadt ein wenig von sich selbst erzählen zu lassen—vermittelt eine Ahnung, was es bedeuten mag, in ihr zu leben.

Kalkutta, eine Stadt des Totalen: in jeder denkbaren Hinsicht extrem.
Die Unzählbarkeit der Einwohner vereitelt jede Stadtplanung. So werden viele zu Einzelkämpfern im „Struggle for Existence“. Obwohl sie dem Betrachter einsam erscheinen – oft verloren – hindert sie das nicht am Lachen.
Ihre Hingabe an das Leben (und Sterben) scheint absolut.

Die Umstände erzwingen es im täglichen Kampf kreativ zu sein.

Man schläft, wo einem nach Schlafen ist;
man lacht, wenn einem nach Lachen ist;
man träumt an Ort und Stelle im Hier und Jetzt.

Auch der Betrachter sieht sich bewegt, die Dinge anzunehmen, wie sie nun mal sind. Der pure Überlebenskampf dominiert die Stimmung, lässt einen nachdenklich zurück und alles was einmal war, relativieren. Plötzlich landet man beim Wesentlichen.

Kolkata Calling
A city portrait

Trying to catch the incredible intensity of the absurd in images – trying to let the city speak for itself – gives an idea, what it might be like to live in it.

Kolkata, a city of extrems – in every possible sense. The inumerableness of the city’s inhabitants prevents any city planing. Therefore many become lone fighters in the „struggle for existance“. Allthough they appear lonely – often lost – it does not prevent them from smiling. Their commitment to life (and death) seems utterly.

The circumstances demand creativity in the daily battle.

One sleeps, wherever one feels like sleeping.
One laughs, whenever one feels like laughing.
One dreams on the spot here and now.

As a spectator one feels animated to take everything as it comes. The pure struggle of existance dominates the city’s vibe. It leaves a thoughtful observer behind, putting everything experienced into perspective. Suddenly one is confronted with the bair essentials.

composure

GOODBYE FARMER

ragpickers